Ruhige Fahrt auf teilweise spiegelglatter Ostsee, keine unliebsamen
Begegnungen -da ist man ja schon froh drüber in diesen Zeiten. Nach 8
Stunden Fahrt Ankunft im nahezu leeren Hafen von Burgtiefe (Fehmarn).
Den nächstbesten Längslieger angepeilt, es war nur für eine Nacht.
Burgtiefe, ein reiner Ferienort gibt nicht viel Interessantes her. Ferienhäuser,
architektonisch ambitioniert von dem dänischen Architekten Arne Jacobsen,
strahlen heute nur noch den Charme der 60iger/70iger aus.
Am nächsten Morgen gings weiter : Ziel Hiddensee, und damit die Fahrt
nicht zu lang war, Zwischenstopp in Gedser. Der Hafen scheinbar noch im
Winterschlaf, wir waren die einzigen Gäste. Und auch sonst regte sich nichts.
Dafür war die Hafengebühr von umgerechnet 40 € happig. Der Ort selber hat
seit Eröffnung der Vogelfluglinie seine besten Zeiten als Fährhafen Rostock
-Dänemark hinter sich. Ein Lebensmittelladen, viele Häuser zu verkaufen,
insgesamt recht menschenleer. Ein toller Sonnenuntergang versöhnte uns
etwas und ein ruhiger Schlaf war garantiert.
Auch am nächsten Morgen ideales Fahrwetter und unserer Überfahrt nach
Kloster auf Hiddensee stand nichts im Wege. Nach 7 Stunden Fahrt legten
wir an. Ist fast wie ‚nach-hause- kommen‘ …hach Hiddensee *seufz*einfach
wunderbar!
Auch die nächsten Tage war das Wetter phänomenal, wolkenlos, leicht
windig und die Temperaturen kletterten bis auf 25 Grad. Eine Radeltour auf
dem Deich nach Vitte zu ‚Tante Hedwig‘, wo es leckere Rindswurst mit
Walnüssen vom Biorind gibt. Ein Fischbrötchen am Hafen, ein Abstecher an
den Strand mit seinem weißen, feinen Sand. Und natürlich ein Besuch in der
Minibuchhandlung ‚Koralle‘ … alles gesetzt! Eine Wanderung zum
Dornbusch hinauf, natürlich erst am späten Nachmittag wenn das Schiff die
Tagestouristen wieder eingeladen hatte. Gefehlt hat auch nicht der Besuch
im ‚Karussell‘, Asta Nielsens Wohnhaus. Im Haus des dänischen
Stummfilmstars traf sich die Bohème der 20-iger des letzten Jahrhunderts.
Künstler, Schriftsteller, Intellektuelle feierten das Leben und frönten der
Sommerfrische. Eine Radeltour zum Enddorn, wo tatsächlich die Welt
zuende zu sein scheint, Strand weite See und blauer Himmel. Ebenfalls ein
Muss ein Besuch des Gerhard-Hauptmann-Hauses in dessen modernem
Anbau sich eine wunderbare Literaturbuchhandlung befindet. Und
zwischendurch das gemütliche Schlendern durchs Dörfchen. Keine
gepflasterten Wege, Pferdekutschen, keine Autos, wilde Gärten …. ein
bisschen wie ganz, ganz früher in den sogenannten alten Zeiten. Die Tage
vergingen wie im Flug und heute, eine Woche später, sagten wir wieder
tschüss, diesmal zu Hiddensee und nahmen Kurs auf Stralsund.

Burgtiefe ablegen

Die Designerhäuser in Burgtiefe

Track nach Gedser

Leerer Hafen von Gedser

Immerhin ein schöner Sonnenuntergang

Neuer Windpark unterwegs

Hiddensee mit Dornbusch Leuchtturm in Sicht

Und drinnen im Flachwasser

Kurz vor Kloster

Angekommen im Hafen von Kloster (4 Schiffe)

Der Track von Gedser nach Kloster

Blick vom Liegeplatz

In Kloster

Am Ostseestrand

Asta-Nielsen-Haus in Vitte