Der kleine Hafen von Glowe entpuppte sich als Fischereldorado. Kleine ‚Merryfischer’boote ausgerüstet mit einer Unzahl an Angeln lagen an den Stegen. Für Gästeboote gab es gut gekennzeichnete genügend breite und lange Boxen.Beim Anlegen gab es Hilfe, der Preis pro Nacht mit 17€ sehr moderat, die Sanitäranlagen, wie insgesamt die ganze Hafenanlage,gut gepflegt. Trotz Vorsaison lebendiges Treiben überall. Von Schweden und Dänemark waren wir in den letzten Jahren bis Midsommer ‚tote’ Hafenörtchen gewohnt. Wir hatten es gut erwischt für die die nächsten Tage!
Montag kam das große Tief….Regen, Regen, Regen. Lediglich ein Gang zum örtansässigen Supermarkt war drin, und selbst dabei holten wir uns tropfnasse Füße.
Der Dienstag zeigte sich wieder sonnig mit unschuldig weißen Wölkchen, aber es wehte ein richtig starker, kalter Wind. Im Regen gestern hatte ich ein Plakat ‚art Glowe’ endeckt und hatte neugierig recherchiert. Und tatsächlich eine kleine Galerie am Ende des Dorfes hat jährlich wechselnde Ausstellungen von regionalen und überregionalen Küstlern. Bilder, Keramik, Schmuck, Kunstgewerbe … eine kleine, feine Auswahl, dieses Jahr mit Werken von Armin Müller-Stahl präsentiert von einer sehr, sehr netten zugewandten Galeristin. Immer wieder überraschend, was und wen man entdeckt wenn man in einen Ort ‚gespült’ wird, ohne Erwartungen und sich darauf auch einlässt. Nach unserem Besuch nutzten wir den Tag für einen Ausflug nach Sassnitz. Mit Kurkarte sind die öffentlichen Verkehrsmittel in einem gewissen Radius gratis zu benutzen. Eine halbe Stunde Fahrt sehr angenehm. Ein Stadtbummel mit vielen “ach weißt du noch“ (2019)…., Promenade, Buchhandlung, sensationelles Eis im Eispalast, Café… sehr, sehr gemütlich!
Mittwoch zickte das Wetter wieder etwas mehr. Starkwind und immer wieder Regenschauer. Wir nutzten unsere Kurkarte, diesmal mit Ziel Bergen, der Hauptstadt der Insel. Wie schon beim letzten Mal hier vor Ort Enttäuschung und die endgültige Einsicht : diese Stadt brauchen wir nicht noch einmal. Der rege Durchgangsverkehr geht mitten durch die Stadt und zwar auf übelstem Kopfsteinpflaster, was einen Höllenlärm verursacht. Nervig! Wobei….. eine tolle Rösterei gibt es vor Ort !
Donnerstag war Abreise angedacht, aber ein Blick auf die Wetter-, Wellen- und Windvorhersage zeigte uns, dass es Freitag noch besser würde. Die Entscheidung noch eine weiteren Tag in Glowe zu verbringen fiel uns nicht schwer, zumal die Fischbude am Hafen zum Vater-/Herrentag öffnete. Ein kleiner Radelausflug über Land entlang des Boddens zu einem Biohof, der zu den besten Brotbäckern Deutschlands gehört. Test, Test…. jawoll…!
Ruhige Nacht und Freitagmorgen Aufbruch über die See gen Schweden.

Track nach Glowe

Erstmal Regen

Ausflug mit dem Bus nach Sassnitz

Radeln zum besten Bäcker durchs Naturschutzgebiet am Bodden

Abschiedsblick auf Kap Arkona