Gemütliche Fahrt entlang der Insel. Stralsund empfing uns mit strahlendem
Sonnenschein. “Unser“ angestammter Liegeplatz – immerhin sind wir zum
4.Mal hier – war leider besetzt, aber insgesamt wie überall Platz genug. Ein
kleiner Walk durchs Hafenareal, vorbei an der Gorch Fock 1, den alten
Backsteinspeichern, dem Ozeaneum mit seiner imposanten Fassade …
Stralsund einfach immer wieder schön und nach wie vor unsere Nummer 1
im ostdeutschen Städteranking.
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Stadtbummel, bisschen Shopping
Matjesessen bei Rasmussen, dem Original Erfinder des Bismarckherings,
und freuten uns, dass im Städtchen mehr oder weniger alles beim Alten
geblieben war. Den ersten Regentag nutzten wir endlich zu einem Besuch im
Ozeaneum. Die Jahre vorher war immer zu viel Rummel für unsere
Bedürfnisse gewesen. Beeindruckend, mit welchem aufwändigen
Engagement und Liebe zum Detail die Ausstellungen gestaltet sind.
Am Donnerstag gings weiter in den Greifswalder Bodden mit Ziel Sellin.
Diesmal zeigte er sich friedlich, da hatten wir schon Anderes erlebt… Vorbei
an Baabe schipperten wir durch den schmalen Kanal in den Selliner See. Ein
recht neuer Hafen und guter Ausgangspunkt für einen Ausflug zu den
Seebrücken und den Prachtbauten in Sellin und Binz. Und auch hier war seit
unserem letzten Besuch vor sechs Jahren alles mehr oder weniger beim
Alten geblieben. Herrlich die alte Bäderarchitektur und die pittoresken
Seebrücken! Weniger herrlich die üblen Radwege oberhalb der Steilküste.
Immer noch die alten Lochplatten und dicken Pflastersteine, die uns teils
schieben, teils hoppeln ließen. Aber ansonsten eine wunderbare Strecke
durch den hohen, luftigen Laubwald, ab und an untermalt vom Geschnaufe
und Gepfeife des ‚Rasenden Rolands‘.
Unseren Plan die Halbinsel Mönchsgut bis zum südlichsten Punkt und
zurück zu beradeln, änderten wir. Thiessow, an der Südspitze der Halbinsel,
hat einen netten Hafen, den wir noch nicht kannten und radeln konnten wir
dort auch. Samstag, zahlreiche Segler auf dem Bodden, entspannte Fahrt
und ein netter Hafen. Etwas provisorisch und Einiges im Bau. Fischerboote
dümpeln am Kai. Sie fahren nicht mehr raus zum Fischen, weil die Fischer
von der EU fürs Nichtfischen Geld bekommen berichtete uns der sehr
engagierte und ambitionierte junge Hafenmeister. Wir holten die Räder raus
und radelten eine Runde. Zu unserer Überraschung war die Gegend
überaus hübsch, eine tolle bewaldete Promenade am Ufer, ein wunderbar
weißer Strand, alles nicht zu rausgeputzt, die Natur steht im Vordergrund.
Wir erklommen den Kleinen Zicker: herrlicher Rundblick! Abend ein überaus
leckeres Essen im Restaurant ‚Strandcafé‘ – ein absoluter Tipp!
Die Wetteraussichten für die nächsten Tage waren nicht so berauschend,
sprich: Montag Regen, Dienstag bis Donnerstag Sturm. Außen an der Küste
Küste entlang war nur noch Sonntag möglich. Deshalb schipperten wir
Sonntagmorgen um die Ecke entlang der beeindruckenden, in der
Restsonne leuchtenden Kreideküste zum kleinen Hafen Glowe.

Track nach Stralsund

Blick vom Liegeplatz

die Gorch Fock

das ehemalige Hafenamt

der Kontrast: das Ozeaneum

Hai an der Decke

Quallen als Kunst

Und eine alte Gasse

Weiter nach Sellin

der Track

Wir waren die Ersten (der Segler kam später)

Ausblick beim Kochen 🤩

Gastroschiff im Hafen

In Sellin

Seebrücke Sellin

Sellin Strand

Binz

Rundtour Ostseebäder

Track nach Thissow

Im Hafen

Lauschige Bank mit Aussicht auf den Bodden

Thissow Strand

Rügens Kreideküste

Königsstuhl