Blauer Himmel mit Wölkchen, aber das konnte uns nicht täuschen. Wohlwissend, dass der Wind noch kräftig zulegen sollte, legten wir früh ab. Nach 21sm durch Västerviks Schärengarten bogen wir in eine sichere Bucht auf der Insel Askö ein. Ankern mussten wir nicht, eine einfache Betonpier war vorhanden. An ein bisschen Bewegung ließen wir uns vom inzwischen starken Wind und Himmelgrau nicht hindern. Mit den Rädern einmal die Insel hoch und runter kreuz und quer. Zweimal lockten Schilder mit ‚Rökt fisk‘, die dazugehörigen Fischerhütten waren ‚stängt‘ (geschlossen) Gut wir hatten nicht viel Anderes erwartet. Die Nacht war entspannt und ruhig, wir hörten draußen‘ die Wellen tosen und lagen wie in Abrahams Schoß.
Am nächsten Morgen ging es weiter. Der Wind hatte sich gelegt, somit war die Welle entspannt. Wir mäanderten durch die Schären des St. Anna Schärenarchipels mal große, mal ganz kleine, mal nackt felsige, aber in der Regel bis zur Wasserlinie bewaldete Inseln. Im Laufe der Fahrt klarte es auf, immer mehr blaue Flecken am Himmel und die Sonne kam raus. Trotzdem regten sich leise Zweifel, ob es vielleicht nicht doch jahreszeitlich etwas zu früh sei, um das pure Schärenvergnügen erleben zu können. Zum längeren Ankern und Beiboot fahren war es noch zu kühl in den Buchten, 14 Grad Wassertemperatur verlockten nicht gerade zum Sprung ins Wasser und windig war es auch sehr oft. Aber jetzt machten wir erstmal im Inselhafen von Mon fest und genossen noch ein bisschen Vorsommersonne mit einem kleinen walk über die Insel. Viele rote Ferienhäuser, ein Lanthandel ‚stängt‘ weil wir etwas spät dran waren, eine nette Sommerferieninsel.
Feiertagswetter an Christi Himmelfahrt, der Hafen belebte sich. Familien beladen mit Proviant und Ausrüstung für gefühlt die nächsten Wochen machten ihre Boote klar und auf gings raus in die Schären zum Ankern und picknicken. Wir machten das erste mal die Fly fit zum Obenfahren, herrlich! Kleine und größere Boote flitzten übers glitzernde Wasser, die Buchten waren gut belegt und wir schipperten gemütlich durchs Archipel Richtung Oxelösund. Der gewünschte Längsliegeplatz war frei, festgemacht und einen gemütlichen Restabend an Bord verbracht.
Oxelösund laut Reiseführer ein hübsches kleines Städtchen mit einer Altstadt. Unisono sprachen wirs aus : naaaaja…. Altstadt weit außerhalb hinter dem Industriegebiet, Innenstadt im Charme der 60 iger …aber ein großer Ica und so hatten wir trotz Feiertag wenigstens die Gelegenheit unser Gemüse einzukaufen. Im Hafen lagen wir ruhig und das war mal die Hauptsache für die Nacht.

Abfahrt Västervik

Klein, aber hoch die Schäre

Unterwegs

Liegeplatz in Flatvarp

der Track Västervik-Flatvarp

Flatvarp Blick

Mon Hafen

der Track Flatvarp-Mon

Mon Feriensiedlung

Wochenend und Sonnenschein

Leichter für Tiertransport wird rumgeschoben

Einfach schön

Oxelösund Hafen

der Track Mon-Oxelösund

Blick vom Liegeplatz auf die Berufsschiffe beim Anlegen