Inzwischen bin ich so entspannt, dass ich nicht einmal zum Berichteschreiben komme. Weite Seenflächen wechseln mit engen Durchfahrten, kleine Inselchen, größere Inseln, alle dicht bewaldet bis zum Wassersaum, nur selten felsiges Schärengestein am Ufer, dafür viel Schilf. Hier und da ein weißes Segel, ein paar flitzende Motorböötchen und waghalsig rasende Jetskifahrer, mal ein Frachter, der unsere Route quert. Vergleichsweise sind es wenige Boote, die uns begegnen. Auch die Entfernungen hier auf dem Mälaren sind moderat und gemütlich zu fahren. Erster Hafen nach Mariefred war Strängnes, eine kleines Städtchen, in dem im Mittelalter reger Handel betrieben wurde und das lange Regimestadt war. Der mächtige Dom thront über der Stadt. Drumherum in den verwinkelten Gässchen die immer wieder hübsch anzusehenden alten, roten Holzhäuschen. Am Hafen kann man sich reges Treiben in den Cafés und Restaurants vorstellen. Auch von mediteranem Flair habe ich gelesen, allein lud während unserer Anwesenheit das Wetter nicht dazu ein.
Von Strängnäs nach Västerås, der ehemals größten Hafenstadt Schwedens. Hier hat sich die Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert.Viele Wohnviertel sind entstanden, während die Zahl der früher blühenden Industriefabriken nach und nach zurückging. Die Innenstadt hat, wie wir uns durch einen kleinen Rundgang überzeugen konnten, zurecht den Ruf die hässlichste Innenstadt Schwedens zu sein. Bis auf das kleine historische Viertel um die Kirche herum nur Plattenbauten, Einkaufszentren und lieblose Fußgängerzonen. Ganz anders wenn man sich etwas raus aus dem Zentrum bewegt. Wunderschöne Parkanlagen, die Neubauten soweit möglich, sehr gelungen integriert in Grünfächen am Waldrand und gleichzeitig ufernah. Ein Radausflug auf die Insel Björnö, auf einem sehr ausgeklügelten Radfahrnetz (im Winter gibt es sogar beheizte Radwege!) am Wasser entlang, machte die Hitze, die sich zunehmend ausbreitete, etwas erträglicher.
Von Västrås gings weiter nach Torschälla, einen Anleger in einem kleinen Kanal. 3 Tage waren wir die einzigen Besucher am Anleger mit eigenem Bad und Dusche. Hier trafen wir Maija und Michael, die ihr Campingmobil auf dem nahen Stellplatz parkten. Zwei sehr schöne Tage, mit viel Plaudern, Faulsein, einer kleinen Radelrunde durch die nähere Umgebung und leckerem Essen. Für große Aktivitäten war es zu heiß, wir feierten jeden Windzug.
Auch im nächsten Hafen in Enköping hatten wir Glück. Ein Anleger unter einem schattenspendenden Baum ganz für uns allein. So hatten wir es uns vorgestellt, als wir beschlossen den im Juli urlaubenden Massen an der Küste in den Mälarensee zu ‚entfliehen‘.
Das Städtchen gemütlich, wenngleich recht unspektakulär. Immerhin gabs auf dem Markt die ersten heimischen Blaubeeren und der Kühlschrank war auch wieder gefüllt.
Nach einer Ankernacht in einer hübschen, ruhigen Bucht Kurs auf Sigtuna. Sigtuna, südlich von Uppsala im Sigtunafjord gelege, ist die älteste Stadt Schwedens. ‚Hier beginnt Schweden‘ liest man überall. Wir sind gespannt!

Auf dem Mälaren

der Track nach Strängnäs

In Strängnäs

der Track nach Västeras

Ansichten von Västeras

Denkmal für Fahrradfahrer im Centrum

Västeras alt und neu nebeneinander

Björnö mit dem Rad

der Track nach Torshälla

Blick vom Liegeplatz

Die alte Schleuse

Heissssss…

Plötlich kommt ein grosser Dampfer

Blick zurück bei der Abfahrt

Unterwegs nach Enköping

Der Fluss nach Enköping

der Track nach Enköping

Schöner Liegeplatz

In Enköping

Frühstück auf der Fly

Und wieder den Fluss hinunter

der Track in die Bucht

Abend in der Bucht

der Track nach Sigtuna