Das wechselhafte Wetter machte uns die Abfahrt leicht. Noch grau bei der Abfahrt, hellte sich der Himmel im Laufe der Fahrt auf, die Sonne kam trotz anderslautender Vorhersage raus….sofort sah die Schärenlandschaft um ein vielfaches einladender aus. Wir ließen uns nicht lange bitten, steuerten eine hübsche Bucht an, und genossen die Sonne und ein Käffchen. Andreas ließ die Drohne fliegen und machte so in der Nebenbucht einen Steg aus, der uns einen Landgang ermöglichen würde. Kurzentschlossen Anker gelichtet und um die Ecke geschippert und wir durften bleiben, obwohl es ein Privatsteg war, der einer Kinderstiftung gehört, die Kindern aus der Stadt einen Erholungsurlaub in den zahlreichen über die Insel verteilten Häuschen ermöglicht.
Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig auf den Weg in die Stadt nach Nörrtalje. Es war Starkwind angesagt und da war uns ein Hafen lieber als eine Bucht. Schon auf der Fahrt wechselten sich Weltuntergangsregen mit Schäfchenwolkenhimmel ab. Norrtälje kannten wir von unserer Fahrt nach Norden, selber Platz doppelt so teuer, weil Hauptsaison, aber wir lagen warm und sicher. Außerdem wollten wir für die nächsten Tage einkaufen, da wir einige kleine Buchten ohne Versorgung anpeilten.
Die Starkwindwarnung gestern war nicht übertrieben, es hat ganz schön gepfiffen, aber heute konnten wir bei schönstem Wetter einkaufen, frühstücken und losfahren.
Andreas hatte eine noch nicht im Hafenhandbuch verzeichnete Bucht ausgemacht, das erhöhte die Chance, dass sie trotz schönstem Sonnenschein nicht allzu frequentiert war. Klug gedacht, wir hatten mal wieder unsere Bucht für uns allein. Herrlich gelegen mit Aussicht auf die Brandung der offenen See und idealer Möglichkeit mit dem Beiboot an Land zu gehen. Über die Insel führt der ‚Stockholm Archipelago Trail‘, ein neuer Wanderweg durch den Stockholmer Schärengarten, der sich 270 Kilometer über insgesamt 21 kleine Inseln schlängelt. Auf selbigen stießen wir nach ein bisschen Gekraxel über die glattgeschliffenen, mit Moosen und Flechten überzogenen Felsen. Ein tolles Projekt, wir beschränkten uns auf ein Stück auf ‚unserer Insel‘. Am Abend eine sonnendurchflutete Bucht, ein genialer Sonnenuntergang, der kurz getaktete Wetterwechsel lässt einen einen solchen Abend quasi aufsaugen.
Wir hatten also ,aufgetankt’ und schipperten am nächsten Morgen unter grauem Himmel, aber immerhin (noch) ohne Regen ein wenig die Küste entlang und freuten uns, dass weder Wind noch Welle uns ärgerte. Anne machte schöne Felsenstrukturfotos, den einsetzenden Regen nahmen wir mit einem unaufgeregten Schulterzucken wahr und machten uns ein paar Buchten weiter einen gemütlichen Unterdecktag.
Gut ausgeruht ging es am nächsten Tag weiter Richtung Süden. Zwei weitere Buchten auf dem Weg nach Stockholm, dann geht es in den Mälarensee.

Erste Bucht nach Ämsta

der Track

Von oben

Verlegt an den Steg

der Track

Weiter nach Norrtälje bei zeitweisem Weltuntergang

der Track

Nach Nortälje in Arholma Nord

der Track

man konnte auf die Ostsee blicken und die brechenden Wellen bewundern

Und einen wunderbaren Spaziergang auf der Insel machen

Und dabei die erste Blaubeere finden

Zurück am Beiboot

Und den Sonnenuntergang geniessen

Am nächsten Tag weiter zur nächsten Bucht die auch offen war und nah genug an der Hauptschiffahrtslinie der Ostee 👎🏻 aber wunderbare verschieden Steinstrukturen auf wies 🤩

der Track

der Track zu nächsten Bucht

Und der Track zur letzten Bucht vor Stockholm/Mälaren