Ein bisschen fiel es schwer diese schöne Bucht zu verlassen, aber wie sagt Andreas immer: es gibt so viele schöne Buchten in den Schären. Außerdem musste der Kühlschrank dringend aufgefüllt werden und Brot war auch keins mehr da. Unser Ziel Nynäshamn lag um die Ecke (2sm), Versorgungsmöglichkeiten in Hafennähe. Der Zwischenstopp im leeren Hafen klappte reibungslos und weiter ging es Richtung Norden. Die 1. Bucht, die wir zur Übernachtung anvisiert hatte war von einem großen Boot an der Seite belegt, wo es für uns günstig gewesen wäre. Dachte ich bislang man könne in einer Bucht einfach irgendwo den Anker runterlassen, wurde ich generell eines Besseren belehrt. Hier in Schweden werden die Buchten sehr schnell mal 12m tief und das bedeutet viel Ankerkette und ein großer Schwoiradius (der Kreis in dem das Schiff sich drehen kann je nach Wind) Wieder habe ich dazugelernt und weiter gings zur nächsten Bucht. Dort lagen zwar 3 Schiffe, aber es gab ein geeignetes Plätzchen für die Nacht und wir konnten den Sonnenuntergang entspannt genießen.
Weiter gings am nächsten Morgen durch die Stockholmer Schären. Neuer Tag neue Ankerbucht. Auch wieder sehr schön, geschützt und ganz für uns allein. Die Abwechselung von ruhiger Ankerbucht und oft umtriebigen Häfen ist immer wieder reizvoll.
Am nächsten Tag war Starkwind angesagt, deshalb steuerten wir den Hafen der Insel Dalarö an. Ein Glücksgriff! Waren wir zuerst (grundlos) leicht skeptisch wurden wir doch angenehm überrascht. Empfang durch Hafenmeister, Unterstützung beim Anlegen, Sanitäranlagen ok und gepflegtes, sehr schönes Rundherum. Die nächsten 3 Tage blieben wir vor Ort und erkundeten das Städtchen. Oben auf die Felsen gebaut, geschmackvolle Villen der wohlhabenden Stockholmer, aber auch nette, kleinere Holzhäuschen, die Straßen größtenteils nicht geteert, viel Grün und blühende Fliederhecken und überall Blick in die Ferne. Langweilig wurde es trotz wetterbedingter begrenzter Aktivitätsmöglichkeiten. Die Bucht ist ein Surf-und Kitehotspot, und der Starkwind ließ die Surfer schnell übers Wasser sausen und die Kites hoch fliegen. Es gab immer etwas zu gucken. ‚Highlight, war die ,Rettung‘ eines größeren Segelbootes, das durch die Wucht der Wellen und des Windes einen Festmachring (spezieller Schwachsinn in Schweden) vom Steg gerissen hatte und auf das Nachbarboot drückte. Die Eigner waren nicht an Bord, aber mit den vereinten Kräften von 5 Leuten konnte das Schiff wieder festgemacht werden. Wie gesagt: langweilig wurde es nicht.
Abschied nach 3 Tagen und weiter Kurs auf Stockholm.

Unterwegs nach Nynäshamn

Hafen Nynäshamn leer

Unterwegs in die nächste Bucht

Vorbei an einer Navi-Station (alles verboten)

Abendssonne auf dem Schilf in der Bucht

der Track

Weiter am nächsten Tag in die nächste Bucht – leer, nur für uns:

der Track

Und dann nach Dalarö

der Track

der Ica in einem alten Haus

Blick von oben (der Ort liegt natürlich auf einem hohen Felsen

die Windlage am Samstag, 6-7 Bft

Für eine 50er Hallberg ist er der Ring zu schwach, der andere hätte allein auch nicht mehr lange gehalten…

die Windsurfer freuts

Am Nationalfeiertag gemeinsames Sommerliedersingen in der Kirche

Sonnenuntergang in Dalarö