Sonntagmorgen … Leinen los. Unser Ziel der östlichste Punkt Dänemarks, die Erbseninseln, eine Ansammlung kleinerer Schären um die Festungsinsel Christiansø. 1,5 Stunden schaukelige Fahrt und die trutzige Festung kam in Sicht. Nur Christiansø die Hauptinsel darf man betreten, alle anderen sind Naturschutzgebiet. Der Hafen bietet einer kleinen Anzahl von Schiffen Platz. In der Einfahrt sahen wir schon dass ein mönströses Baggerschiff den Großteil des Hafenbeckens mit Beschlag belegt hatte. Romantische Kulisse also mal gründlich Fehlanzeige, aber zumindest ein Längsliegeplätzchen am Kai für uns. Wie wir später erfuhren, wird der Hafen bis Herbst 2026 von Grund auf saniert, sodass es zu erheblichen Engpässen für Liegeplatzsucher in der Saison kommen wird. Christinsø ist im Sommer ein äußerst beliebter Hotspot für Segler und Motoryachten und immer übervoll. Na dann …. Wir kamen mit dem Baggerungeheuer also noch glimpflich davon. Auf der Insel (710m lang/430m breit) leben 90 Bewohner in denkmalgeschützten, restaurierten Gebäuden und Festungsanlagen. Zuerst lockte uns der große Festungsturm, das Wahrzeichen der Insel. Der Turm wurde von 2014-2016 umfassend renoviert! In einem Stockwerk das Angebot in die Geschichte der Insel digital und interaktiv einzutauchen, wirklich gelungen! Von oben eine Rundumsicht der Güteklasse 1A mit Stern. Man verliert sich schnell im weiten Blick ins Blau… der Himmel, das Wasser, die Inselchen und in der Ferne am Horizont ein paar große Schiffe. Stille und Ruhe, äußerlich und innerlich.
Vor unserem Inselrundgang noch eine Kaffeestärkung an Bord und dann gings los. Kreuz und quer und rundherum: ein Paradies. Als solches wurde die Insel uns im Vorhinein beschrieben und wirklich: wilde Vegetation, felsiger Untergrund mit bunten Flechten und Moosen überzogen, unkultiviert. Man läuft auf weitgehend unbefestigten Pfaden und über bunt blühende Wiesen, ist überall schnell am Wasser in Sichtweite die kleinen naturgeschützten Schären. Tausende brütender Trottellummen, Tordalks und Eiderenten. Seehunde, die sich auf den Felsen die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Gesumme, und die krächzenden Balzrufe der Eiderenten erfüllen die Luft. Ansonsten Stille. Wir nehmen einen Weg rund um die Insel in weiten Teilen entlang der alten Festungsanlagen. Auf Schildern, mit der Bitte die Tiere von April bis Juni in Ruhe brüten zu lassen, sind die Brutgebiete auf der Insel gezeichnet. Keine Absperrungen …Respekt.
Ein wunderbarer Sonnenuntergang … eine kleine magische Welt für sich!

Ablegen in Tejn

Angekommen

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Wenn dann da wohnen