Heute steuerten wir die letzte Ankerbucht vor unserem Stadtbesuch an. Aus Fotos hatte ich eine sehr schöne Bucht die ‚Napoleonviken‘ gesehen und tatsächlich hatten wir Glück. Niemand da und wirklich ein Traum! Wir genossen den Tag in herrlicher Ruhe, was wie sich heraustellen sollte, eine gute Vorbereitung auf die hektische Stadt war.
Ja, und dann kam Stockholm, eine der schönsten Metropolen der Welt ….wie es in den Reisebeschreibungen immer heißt. Der Wasahafen mitten in der Stadt, unmittelbar am Vergnügungspark ‚Gröna Lund‘, dem Abba Museum und dem Wasamuseum gelegen, war anfangs noch spärlich besetzt und gemütlich, was sich im Laufe der Woche allerdings änderte. Draußen jagten öffentlichen Fähren, die die 7 Inseln auf denen sich die Stadt verteilt, verbinden, kreuz und quer. Sightseeingboote manövrierten etwas gemächlicher zwischendrin, Wellen aus allen Richtungen, die Boote schaukelten und die Luft vibrierte von Motorenlärm, Vergnügungsparkmusik und Mövengeschrei. Gewimmel, Gewusel und hektisches Treiben….erstmal wirken lassen war die Devise …. unsere Sinne hatten zu tun.
Was die Stadt an Sehenswürdigkeiten, Museen und Hotspots zu bieten hat, und zweifelsfrei sind das viele, kann man in jedem Reiseführer nachlesen. Wir mussten erstmal den Zivilisationsgroßstadtschock verdauen. Wie gut, dass unser Hafen gleich um die Ecke des ‚Djugården‘ lag. Ein großer, wunderbarer Park mit bewaldeten Hügeln, blühenden Rhododendren und locker verteilten bunten Skulpturen, indem es sich herrlich radeln ließ.
Wenn wir gedacht hatten gedacht, wir könnten auch die gesamte Stadt, wie in Oslo, per Rad erkunden, stellte sich das als klarer Irrtum heraus. Viel zu viel Verkehr, die Radwege oft eng neben den Fahrspuren, das macht keinen Spaß. kauften wir ein Ticket für die Öffis und schuckelten per Tram und Bus durch die Stadt. Beindruckend und pömpös die historische Fassaden der alten, gut erhaltenen Bauten, aber zwischendrin leider viel zu viel fantasielose Architektur. Ein herber Kontrast.
Dann lieber am Kai sitzen, das große Schloss und die vielen historischen Gebäude in Sichtweite und zuschauen wie die unzähligen Fähren gefühlt immer nur knapp aneinander vorbeibrausen. Kino vom Feinstenwenn sie an den Anlegestegen die Menschenmengen ausspucken bzw. einladen.
Mit einer weiteren Tageskarte der Öffentlichen, machten wir uns auf in die Unterwelt zu den ‚Tunnelbanen‘, der Stockholmer U Bahn. Und DAS war unser highlight! Drei Ebenen tief unter der Erde,(gefühlt kurz vor dem Mittelpunkt derselbigen) riesige dunkle Felshöhlen. 1990 wurde beschlossen die in Fels gehauen Stationen freundlicher zu gestalten, weil die den Stockholmern zu düster waren. Inzwischen haben unterschiedlichste Künstler in 90 der ca. 100 U-bahnstionen ganze Arbeit geleistet! Fantastisch! Ganz großes Kino! Von Station zu Station staunten wir mehr. Was für ein Einfallsreichtum, was für fantasievolle Techniken und Beleuchtungskonzepte, die faszinieren wie überhaupt alles Unterirdische, was wir gesehen haben.
Nach diesem erfüllten Tag stand noch die ‚Gamla Stan‘, die Stockholmer Altsatd, deren pittoreske Häuser und Gassen man immer wieder in Filmen und auf Fotos sieht, auf unserer Liste. Und ja, sehr alt, sehr liebevoll erhalten, sehr hübsche, schmale kopfsteingepflasterte Gässchen und viele altehrwürdige Bauten. Das Problem: Reisegruppen verstopfen die schmalen Gassen, Souvenierladen an Souvenierladen, Holzelche, Socken, Pipi Langstrumpfpuppen und Dalapferde ….kein Lädchen ohne! Overtourism zeigt hier sein Gesicht.
5 Tage Stockholm …. für uns mehr als genug und begeistert ‚nur‘ von der ‚Tunnelban‘, davon aber richtig!

Napoleonviken – eine Traumbucht

Von „oben“

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der Track

Erste Sicht auf Stockholm – der Vergnügungspark neben dem Hafen

der Track

Neben dem Wasa-Museum das Nordisk-Museum

das Tor zum Park

Mit Kunst

Und Blick

Blick auf die Zentrale Stadt von eine der Fähren aus

Eindrücke

Viele Menschen, hohe Häuser

Tief unten die U-Bahn

Und beeindruckende „Höhlen“Bahnhöfe aus dem Fels gehauen








Und ein Special: die Biotop-Wand, natürlicher Bewuchs und Feuchtigkeit

Die kleinse Statue in Stockholm im Hof der finnischen Kirche

Die Altstadt in der Zusammenstellung