Jetzt also wieder gen Süden. Nach wie vor kaum ein Schiff unterwegs, die Sommerhäuser auf den Schären unbelebt, von Ferienzeit hier keine Spur. Unser Ziel heute Grisslehamn, Dreh-und Angelpunkt für den Hüpfer nach und von Åland, da es die kürzeste Überfahrt ist. Auch hier der Hafen fast leer, obwohl das Örtchen als u.a. aus o.g. Grund als Hotspot gehandelt wird. Unverständnis unsererseits, dass zur schon satten Hafengebühr noch 10€/pro Tag Elektrizität dazu kommen. Unser Rundwalk zeigte, dass das vermutete Örtchen sich auf ein paar Lädelchen, inclusive einer fantastischen Räucherei, in kleinen, roten Fischerschuppen rund um den Hafen erschöpfte. Dort pulste allerdings das Leben. Gerade war eine Fähre aus Åland angekommen und spuckte hunderte von Passagieren, die Paletten Bier, Kartons voll Spirituosen und überbordend volle Taschen auf Sackkarren und in Einkaufswägen vom Fährterminal zu den bereitstehenden Bussen und geparkten Autos schleppten. 3x pro Tag verkehren die Fähren der Eckerö Linjen hin und zurück nach Åland mit dem primären Ziel zollfreie Einkäufe an Bord zu ermöglichen. Ein Butterschiff. Wenn man die Alkoholpreise in Schweden kennt nachvollziehbar. Jetzt erklärte sich uns, warum wir beim Einchecken im Hafenbüro 2 Gutscheine für die kostenlose Hin-und Rückfahrt geschenkt bekommen hatten. Ja, und was soll ich sagen …. zur Rechtfertigung vorab: aufgrund von Starkwind mussten wir noch einen Tag im Hafen abwettern, wir hatten beide noch nie an einer Butterfahrt teilgenommen und uns war der Gin ausgegangen…. ergo: wir nutzten die Gutscheine und gingen Sonntagmittag an Bord. Ein wenig peinlich es zu schreiben, aber wir hatten einen schönen Nachmittag! Gut und preiswert in einem der zahlreichen Restaurant gegessen, das zollfreie Sortiment ventiliert (lokalen Gin und finnische Lakritz gekauft), die verschiedenen Decks erwandert, die Aussicht genossen und zuletzt 11.000 Schritte auf dem Schrittzähler gehabt. Zudem festigte der erste Eindruck der åländischen Insel unseren Entschluss nicht auf eigenem Kiel rüberschippern zu ‚müssen‘. An der schwedischen Küste gibt es auch noch sehr viel zu sehen.
Leinen los am Montagnachmittag, der Wind hatte sich gelegt, auf zur Brücke in den Kanal. Wir hatten uns gegen Draußenrumfahren entschieden, da die Welle und Dünung der Starkwindtage mit Sicherheit noch stand. Diesmal gingen wir in Älmsta nicht in den Hafen, sondern legten uns an der kostenlosen Stadtanleger. Sehr komfortabel und bequem, wenig Schwell der vorbeifahrenden Boote, eine ruhige Nacht.
Blauer Himmel Sonnenschein am nächsten Morgen. Wir machten die Räder klar. Andreas hatte ein Rundtour auf der Insel Väddö geplant, immerhin die drittgrößte Insel Schwedens. Sehr lieblich und abwechselungsreich die Landschaft, zahlreiche Bauernhöfe, nette kleine Sträßchen wunderbar zum Radeln. Zum Abschluss kehrten wir in ein Sommerlokal ein, das bekannt für seine Burger aus biologischen Väddörindfleisch ist … wirklich sehr, sehr gut! Zum Nachtisch ein Eis und im Gepäck den über die Grenzen hinaus bekannten geräucherten Väddoskinka … was für ein schöner Sommertag!

der Track nach Grisselhamn

Um Grisselhamn herum

In der nächsten Bucht

Abendstimmung in Grisselhamn

Grisselhamn Fischerhafen

Mit tollem Fischlokal

da fahren die „Butterschiffe“ ab

Abfahrt nach Eckerö (Åland)

Ålandinseln am Abend

Fette Beute

der Track nach Ämsta

Schöner Platz am Gemeindesteg

Ausflug auf Väddö

die Zäune sind schräg geschichtet (früher und heute auch noch)

Viel Landwirtschaft auf Väddö

Und ein Freilichtmuseum, hier wurde auch Mitsommer stilecht gefeiert

Mit Windmühle

Gutes Eis nach gutem Essen

der heisseste Tag bisher