Das Schöne an dieser Küste ist bislang, dass man variieren kann. Will ich Zivilisation, buntes Treiben oder Natur pur. Und da sich so langsam der Sommer temperaturmäßig einzustellen scheint, heute mal wieder Natur pur in einer Bucht. In Schlängellinien durch die Schärenlandschaft bis zu einen kleinen Kanal. Und wenn ich von klein schreibe dann meine ich eng, windig, felsig kurz: spektakuläre 300 m . Segelboote müssen der Bäume wegen auf ihre Masten aufpassen, Motorboote haben besser ein Bug-/Heckstrahlruder ….bisschen Wildwassergefühl. Aber ein wenig Abenteuer darf sein und wir passierten die Durchfahrt bravurös. Die dahinterliegende Bucht idyllisch, keine Frage wir hatten mit der Wahl einen Glücksgriff getan. Anker runtergelassen und erstmal ein Frühstück in dieser paradiesischen Ruhe. Aber dann…. das Wetter stimmte, Sonne, Temperatur okay kein Lüftchen was die Wasseroberfläsche kräuselte und somit keine Ausrede mehr unsere erste Wasserung des Beiboots aufzuschieben. Das Runterlassen klappte perfekt. Andreas hatte einen ausgeklügelten Mechanismus erdacht, mit dem das Halten des 40 kg schweren Bootes deutlich leichter fiel. Der Elektromotor war schnell montiert, das Einsteigen (mein persönlicher Endgegener in meiner Vorstellung) klappte hervorragend, vernächlässigbares Schaukeln und los gings. Geräuschlos übers Wasser gleiten, eine völlig andere Perspektive als vom großen Schiff ….. zum Seufzen schön! Ein paar Runden und dann ans Ufer der Insel. Ein hoher, stiller (nicht nur ruhiger) Tannenwald durchzogen von einem hohen Schärenfelsmassiv, der Boden weich wie eine Matte, viele Spuren von wühlenden und sich suhlenden Wildschweinen (keine Begegnung). Paradiesisch! Mit einem Robinson Crusoegefühl folgten wir einem Pfad,der uns im großen Bogen über die Insel führte. Dabei entdeckten wir eine kleine Ansammlung von roten vermeintlich Sommerhäuschen, einen Steg und sogar ein bäuerliches Anwesen. Also es gab Leben auf der Insel. Von einem Aussichtspunkt sahen wir, dass noch ein Segler in die Bucht gekommen war. Er ankerte in angenehmer Entfernung von uns …alles okay. Am Ufer entlang kamen wir wieder zu unserem Boot, tuckerten beseelt zurück zum Schiff und genossen mit einem leckeren Abendbrot den Sonnenuntergang.
Die Bucht gefiel uns so gut, dass wir beschlossen noch einen weiteren Tag zu bleiben. Herrlich wenn man so frei entscheiden kann zu tun tun wonach einem gerade ist.

Ablegen von Trosa

Unterwegs

die Einfahrt zum Dragets-Kanal

durch den Tragets-Kanal (300 m lang, 10m breit)

Und gleich danach die schöne Bucht

der Track

Ausschnitt Traget-Kanal

Beiboot in Betrieb genommen

Und ans Ufer gefahren

Wanderung über die Insel

Siehe da: noch einer gekommen

Zurück zum Schiff

Nachts 23:55 ist Anne dieses Foto gelungen