Helsingborg, unser nächstes Ziel im nördlichen Öresund auf der
schwedischen Seite. Reger Verkehr von Frachtschiffen, Fähren und
Kreuzfahrtschiffen … höchste Konzentration des Käptens. Ein großer
moderner Hafen mit vielen Längsliegern und fußläufig zur Innenstadt. Das
Städtchen selbst hat nicht viel Aufregendes zu bieten. Ein gelungener Mix
aus alten ehrwürdigen Bauten und moderner, nordischer Architektur. Eine
Einkaufsstraße wie in vielen schwedischen Städtchen, eine kleine Altstadt,
alles sehr überschaubar. Als sehr nervig stellte sich heraus, dass die Stege
alle unten offen waren, wodurch die Wellen der Schiffe sehr viel Schwell im
Hafen verursachten und unser Schiff mächtig schaukelte.
Zwei Nächte durchgeschaukelt reichte, allerdings war es inzwischen
starkwindig geworden und unser Plan den Sund nach Norden zu verlassen
wurde durchkreuzt. Aber auch die Route unten rum sah nicht besser aus.
Gefangen im Sund, der gerade heute für uns noch gemütlich befahrbar war.
Ab morgen hieß es auch hier: Starkwind und Ekelwelle. Spontaner
Entschluss: wir schippern zurück nach Kopenhagen und wettern die drei
Tage in ‚unserem‘ Hafen ab. Wunderbare Fahrt zurück, ‚unser‘ Platz war
noch frei, besser geht nicht!
Ursprünglich hatten wir vor noch einen Stopp im Hafen von Humblebæk zu
machen, um das Louisiana Museum of Modern Art in Humblebæk zu
besuchen, aber nur ein Platz an der Aussenmole mit Schaukelgarantie hielt uns ab. Aber auch von Kopenhagen war es kein Problem dorthin zu
kommen. 40 Min mit Metro und Bahn. Das Louisiana ist eins der
bedeutensten Museen für Moderne Kunst. Schwerpunkt ist die Kunst seit
dem 2.Weltkrieg. Werke aller wichtigen Künstler sind vertreten.
Vom Bauhaus inspiriert liegt der mehrflügelige Bau inmitten eines
wunderschönen Skulpturenparks oberhalb des Öresunds. Im Park locker
verteilt, Skulpturen von Henry Moore, Max Ernst, Jean Arp, Miro und vielen
mehr. Wie überall in skandinavischen Museen flaniert man gemütlich unter
alten Bäumen, darf die Wiesen betreten und kann sich den Kunstwerken von
allen Seiten ungehindert nähern.
In den oberen Räumen des Museums große Glasfensterflächen,die durch
den weiten Ausblick nach draußen und die Lichtreflektionen die
ausgestellten Skulpturen und die Natur zu einem Gesamtkunstwerk werden
lassen. Ganz besonders erlebt man das im Giaccometti Raum. Sehr
beeindruckend!
Unterirdisch geht es weiter. Diese Räume haben kein Tageslicht und zeigen
wechselnde Ausstellungen einzelner Künstler. Aktuell war es Lucien Freud,
einer der bekanntesten Portraitmaler Großbritaniens. (Ihm saß sogar die
Queen Modell) Mehrere Räume zeigten Bilder aus allen Phasen seines
Schaffens. Durch die zwei anderen Ausstellungen sind wir nur noch
durchflaniert, unfähig noch weitere tiefere Eindrücke zu sammeln.
Voll von den Eindrücken wieder zurück im Hafen … ein toller Sonntag.

Auf dem Weg nach Helsingborg kam uns die Sjelland-Rund-Regatta entgegen

Der Track

Hafen von Helsingborg um 22:30

Moderne Architektur

Bahnhof und Schiffterminal in einem

Rathaus

Hermes?

Caféhaus von 1880

Und im Louisiana Museum of modern Art

Im Skulpturenpark

Tolle Ausblicke aus den Pavillions

Finde den Unterschied (KI „verbessert“)

Und Lucian Freud

Humlebæk Bahnhof