Nach unserer geplanten Pause mit Geburtstagfeier in Köln, einem Kurztörn von Vater&Sohn nördlich von Kappeln und einem Heimurlaub von Anne am See sind wir wieder unterwegs.
Keine Pläne, gucken wohin uns Wind und Welle treiben.
Vor 10 Tagen sah es, mit feinem Westwind im Rücken, nach Richtung Rügen aus. Erste Station Marina Wentdorf, dann weiter nach Fehmarn in den kleinen, netten Hafen von Orth. Ziemlich gut belegt, klar es war Sonntag, aber ein Plätzchen unterm Kran war unser. Nicht dass wir Seriendrehorten hinterherfahren, aber auch dieser Hafen ist mal wieder Kulisse, und zwar für die Serie ‚Nord bei Nordwest‘ (die auch wir -wegen Lokalkolorid natürlich- ab und zu schauen) Wirklich nett mal in ‚Schwanitz‘ (Drehortname) ein bisschen zu flanieren.
Am nächsten Morgen ging es weiter, Ziel Wismar.
Schon vor ein paar Jahren, als wir in Schwerin lagen, (noch Binnen mit der Argo), hatten wir dem Städtchen einen Kurzbesuch per Bahn abgestattet und schworen damals wiederzukommen. Nach 5,5 Stunden moderater Fahrt schipperten wir in die Wismarer Bucht und machten im ‚Seehafen‘, der komplett neu für Freizeitschiffe hergerichtet wurde und jetzt Brunkowkai heisst, fest.
Die nächsten Tagen eroberten wir uns die Stadt Stück für Stück, denn es gab einfach unglaublich viel zu sehen und zu staunen. Die alte Hansestadt Wismar macht ihrem Namen als Kulturerbe der Unesco alle Ehre. Im Krieg wurde vergleichsweise wenig zerstört (20%). Viele der sehr alten Häuser mit ihren wunderschönen, aus unterschiedlichen Epochen stammenden, kunstvollen Fassaden, deren Geschichten in dem Buch ‚Wismars Fassaden‘ erzählt werden, sind noch erhalten. Um den großen Marktplatz herum reiht sich ein Kleinod an das andere. Wunderbar auch all die Straßennamen, wie ‚Sargmacher-, Bademutter-, Altbötter-straße‘, deren Bedeutung man erraten oder auch nachlesen kann. Wirklich sehr überrascht waren wir über die imposante Größe der alten Backsteinkirchen der Stadt. Nicht nur der Wismarer Dom, auch die monumentale St. Nikolai-Kirche und die mächtige St.Georgen-Kirche lassen einen staunen. Einzig die vierte Kirche im Bunde, die Marienkirche mit ihrem noch weithin sichtbaren Turm wurde im zweiten Weltkrieg zerstört.
Ein kleiner Überlandausflug mit dem Bus nach Schwerin (40Min) war einfach aus nostalgischen Gründen gesetzt. Auch immer wieder schön und lebendig die Stadt mit dem imposanten Schweriner Schloss am Schweriner See.
Unsere ursprüngliche Idee Rügen mit Zwischestopp Rostock anzusteuern, wurde schon am 2. Tag in Weimar zunichte gemacht. Wir hatten übersehen, dass am Wochenende das Megaevent der Hansesail in Warnemüde und Rostock stattfindet. So wurde uns eine ganze Woche Wismar geschenkt !
Heute sind wir dann, geleitet von Wind- Wellensituation und in der Hoffnung, dass es dort kühler ist, auf dem Weg nach Dänemark. Schaun wir mal, wo es noch hingeht!

Track nach Wentdorf

Radeln auf dem Damm

Track nach Orth (Sonntag darf man durchs Schiessgebiet fahren!)

Orth/Schwanitz: der Kahn, in dem der Tierrzt wohnt

Abendstimmung in Orth

Track nach Wismar

Wismar Grube mit Nicolaikirche

St.Georgen Innen

Schweinsbrücke

Das rote Haus am Ende der Grube

Ausflug nach Schwerin

Wismar am alten Hafen

Das „Baumhaus“ (der Hafen wurde abends mit einem Schlagbaum geschlossen)

Alte Häuser in der Stadt

Schöner Innenhof

Am Marktplatz die „Wasserkunst“ und rechts der „alte Schwede“ die sich um den Titel „Wahrzeichen von Wismar“ streiten