Gemütliche Querung des Öresunds von Seeland nach Fünen. Lundeborg, unser Ziel, war uns, als wir vor 3 Jahren so lange in Nyborg lagen wärmstens von den ortsansässigen Dänen empfohlen worden. Ein nettes kleines Touristenörtchen, allerdings recht gut besucht genau wie der Hafen, in dem wir mittags um 13 Uhr schon gefühlt fast kein Plätzchen mehr fanden. Spannend das Hafenkino von der Fly aus zu beobachten. Im Laufe des Nachmittags fanden dann doch noch zahlreiche Schiffe, getreu dem Motto des Käptens ‚einen Platz gibts immer‘, irgendwie, irgendwo eine Anlegemöglichkeit.
Sonntag erradelten wir die Umgebung. Ziel der ‚Dammesten‘ ein wahrlich kapitaler Findling aus der Eiszeit, der größte Dänemarks. Insgesamt ein gemütlicher Aufenthalt, aber wir merkten ein weiteres Mal, dass Empfehlungen oft unseren Vorstellungen von dem was uns gefällt nicht entsprechen.
Für Montag hatten wir uns einen Stadt- und Einkaufsaufenthalt in Svendborg eingeplant. In Svendborg waren wir schon des Öfteren. Ein nettes, lebendiges Städtchen mit vielen kleinen Geschäften, immer einen Stopp wert. Auch hier der Hafen für die Nachsaison erstaunlich gut gefüllt.
Mit genügend Proviant an Bord, ging es am nächsten Morgen weiter auf die kleine Insel Avernakø. Ein guter Kontrast zu den letzten Tagen im ‚Getümmel‘ Avernakø ist eine der zahlreichen Inseln in der sog. Dänischen Südsee. Kleine Inseln oft nur mit ein paar Häuschen und einem Inselkaufmann. Gleich am Nachmittag einmal die ganze Insel hoch und runtergeradelt. Ein Damm verbindet Avernakø mit der Insel Kørshaven. Dort gibt es einen zweiten, allerdings sehr alten Hafen, ohne große Sanitäranlagen, der aber scheinbar ein beliebter Anlegeplatz für Großsegler ist. Gleich vier dieser beeindruckenden Schiffe manövrierten sich nacheinander an den Kai. Spannend! Es gibt tatsächlich immer und überall, selbst auf einer einsamen Insel, etwas zu erleben. Entschleunigung pur. Den nächsten verregneten Tag gemütlich an Bord verbracht. Die Wettervorhersage durchkreuzte unsere Pläne. Ursprünglich wollten wir noch ein, zwei weitere kleine Inselchen anlaufen, aber bei Regen und spürbarer Abkühlung war die Lust darauf vergangen. Wir beschlossen den Hüpfer ans Festland zu machen, und in Gråsten (Gravenstein) unser diesjähriges Kapitel ‚Dänemark‘ zu beenden. Der Hafen in Minde in der Flensburger Förde ein typischer Seglerhafen. Sehr gepflegt und ruhig. Unser Radelziel am nächsten Morgen besagtes ‚Gråsten (Gravenstein). Dort gibt es ein bekanntes Schloss und den ‚Gamle Kro‘, eine Gaststätte, die die legendäre südjütländisch Kaffeetafel anbietet. Zu ‚unserem Glück‘ war Montag und diese ‚Kuchenschlacht‘ mit zwanzig verschiedenen Kuchensorten im ‚all you can eat‘ Modus findet im September nur am Wochenende statt. Nette Radtour, zur Abwechselung mal wieder unelektrisch, da sich mein Akku verabschiedet hatte.
Wenn schon Flensburger Förde, dann auch ein kurzer Abstecher nach Flensburg. Aufbruch pyjamamäßig, um gemütlich im Städtchen zu frühstücken. Schon von Weitem sahen wir unzählige weiße Festzelte aufgereiht am Ende der Förde. Menschenmassen säumten das Ufer. Kurze Recherche: großes Flensburger Drachenbootrennen von 9-18 Uhr und anschließender Party. Na bravo! Wider Erwarten waren genügend Plätze unserer Wahl frei, sodass wir sogar eine Premiumsicht auf das Rennen hatten.
Die Stadt war demzufolge nicht überfüllt (alle waren am Ufer), kleiner Bummel mit Kaffeetrinken, Buchhandlung etc. Flensburg mögen wir beide sehr.
Am nächsten Morgen Aprilwetter pur. Sturm, Regen, Sonne, alles im Angebot. Wir legten ab und surften vor dem Wind und mit den Wellen die Flensburger Förde raus in den Hafen von Gelting. Eine letzte Nacht längsseits am Steg starkwindumtost.

Und heute schipperten wir im Hafen von Kappeln ein.
Etwas wehmütig, aber wohlwissend, dass das Wetter in den nächsten Tagen unwirtlich zu werden scheint und der Wind bis in den September ungünstig für uns wäre (fast durchweg 4-5 bft), waren wir dann doch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Eine gemütliche Tour dieses Jahr. Keine Hektik, keine Ziele, die wir unbedingt anlaufen wollten, sondern viel ‚schaun wir mal‘. Auch das Wetter war uns sehr wohl gesonnen. Kaum Regen, keine große Hitze … Rundum ein sehr schöner Sommer!

Track nach Lundeborg

Aussicht vom Liegeplatz

Und in den gut gefüllten Hafen

Mit hübschen Schiffen

Altes Haus am Hafen

Ausflug zum grossen Findling

Track nach Svendborg…

…und Avernakø

Hafen Avernakø

Ausflug zum anderen Ende

Korshavn mit alten Seglern (und jugendlichen Mitfahrern)

So sitzt man am Hafen und blickt über die dänische Südsee

Track nach Marina Minde

Ausflug nach Grästen (Gravenstein)

Schlossgarten

Kaffeetafel-Café

Brotschichtkuchen

Track nach Flensburg

Drachenbootrennen in Flensburg

Track nach Gelting

Sporthafen Gelting

Track nach Kappeln

Schleimünde – wir sind wieder „zu Hause“

Gesamttrack Sommer 2026 zweite Hälfte