Sturmtief Luciano hat uns im Griff. Wir sitzen im Auge des Geschehens. Die Sonne scheint, Temperatur angenehme 20 Grad, aber ein Sturm vom Feinsten. Endlich kommt Andreas’ Windmesser mal zum Einsatz und zeigt in Böen 22 Knoten Windstärke 6 an . Bis Donnerstag wird Luciano laut Vorhersage so weitermachen, also rechnen wir mal großzügig mit einer Weiterfahrt erst gegen Ende der Woche, denn wilde Welle mögen wir beide nicht. Die Beschreibung des Städtchens Haderlev im Reiseführer klingt recht vielversprechend, also nichts wie hin. Diesmal ist nicht nur die umgebende Landschaft hügelig, sondern die ganze Stadt. Die grob gepflasterten Sträßchenes ziehen sich hoch und runter durch den Ort, Fahrradnutzung ausgeschlossen. Andreas ist positiv überrascht, dass die dänischen Städtchen, die wir bislang besucht haben, so lebendig und trubelig sind. In seinen Erinnerungen von vor einigen Jahrzenten war Dänemark größtenteils sehr langweilig. Die alten, sehr gepflegten Häuschen mit ihren individuell gestalteten, bunten Türen begeisterten uns auch heute wieder. So viel Liebe scheint in der Renovierung zu stecken, teilweise haben sie Jahreszahlen wie 1713 oder 1867 über ihren Haustüren stehen. In der Fußgängerzone bleibt kein Wunsch offen, alles vor Ort inclusive gemütlicher Cafés mit Außengastro, eher selten in Dänemark. Wir eruierten noch etwas ziel- und planlos die kleinen Gässchen, schauten in einen dänischen Aldi rein – nix Aufregendes- und ließen uns treiben. Ein paar Tage hier: kein Problem, es gibt viel zu entdecken. Erstmal reichte es für einen groben Überblick und wir kauften fürs Abendessen ein : Kichererbsencurry mit Tomaten und Basmatireis. Kein Nachtisch, weil mittags Eis.

Am Hafenbüro

In der Stadt



Wieder viele schöne Türen





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