Und weiter gings gen Süden. Früher Aufbruch denn die Wind-und Wellenprognose für später war nicht so berauschend. Wir schipperten gemächlich an Ölands Küste entlang. Der angesagte Wechsel der Wind- und Wellenrichtung trat nicht. Sehr erfreulich für uns, und flux ließen wir das ursprüngliche Ziel, der Hafen von Kristinopel, steuerbords liegen und fuhren noch ein paar Seemeilen weiter bis Sandhamn. Nach erstaunlich kurzweiligen 6 Stunden liefen wir im dortigen Hafen ein, fanden einen auf den ersten Blick schönen Längsanleger, sattelten die Räder und machten eine Minitour ‚um die Ecke‘ nach Torhamn um schon mal zu schauen, wie es auf der offenen Ostsee aussieht. Wunderbares Wetter, bisschen viel Wind, ein leckeres Eis im hübschen Hafencafé und Surferspektakel. Urlaubsfeeling pur. Zurück im Schiff erwies sich unser Liegeplatz als sehr schaukelig. Dünung rollte unangenehm in den Hafen, sodass wir uns an einen geschützteren Quai, der eigentlich den Fischern vorbehalten war, verlegten. ‚Vorbehalten war‘ deshalb, weil es augenscheinlich keinerlei Fischereiaktivitäten mehr gab. Keine Netze, die Boote recht abgewrackt und die Schuppen verschlossen. Für eine Nacht tats das.
Am nächsten Morgen stand auf dem Plan die erste von zwei Etappen über die Hanöbucht bis zur Insel Hanö zu machen. Wenn da Wind und Welle nicht stimmen kann es leicht sehr ungemütlich werden. Der Käpten hatte alle Prognosen überprüft, abgewogen und sein ‚Go‘ gegeben. Alternativen, falls es entgegen der Vorhersage doch anders kommen sollte, waren in petto. Hinaus aus dem Kalmarsund ging es auf leicht ruppiger Welle, um die Ecke hatten wir es mit Kreuzsee zu tun …. Stirnrunzeln und Alternativenabwägung. Insel Hanö wurde gestrichen. Weiter ostwärts gings an der Küste entlang Richtung Karlskrona. Die Welle flachte ab, der Wind wurde weniger …. hmmm…wäre schade jetzt nach Karlskrona einzubiegen und von dort ein paar Tage nicht weiterzukommen. Also Entscheidung gefällt: wir fahren weiter und queren die Bucht ganz. Flexibilität ist in der Seefahrt die halbe Miete und nach 66 sm und 10 Stunden Fahrt bogen wir im Hafen von Simrishamn ein (100sm in den zwei Tagen). Geschafft! Noch ein kleiner walk durchs wirklich nette Städtchen. Fast schade, dass wir morgen weiter ‚müssen‘ … Wind und Welle bestimmen gerade etwas dominant unseren Takt! Aber ab und zu ist das einfach so!
Ausfahrt aus dem Schlosshafen Kalmar
man muss hier tatsächlich zwischen der roten Tonne und der Wiese durchfahren
mal wieder Segel gesetzt (um den Rückenwind zu nutzen (+0,1 Knoten)
wellig, aber von hinten, kein Problem
40 sm nach Süden
Ausflug nach Torhamn (3km) mit dem Radl
hier legt die Schärenfähre an
viel Wind, die Surfer freuts
abends noch im Hafen an geschützte Pier verlegt
nächster Tag: öliges Wasser in der Hanö-Bucht
und über die Hanö-Bucht 64 sm
Abendspaziergang in Simrishamn
hat auch nette Häuser und viel Blumen
im Winter wird wohl gestrickt
Fischer kommt vom Fang
unbearbeitet…