Fast könnte einen das Gefühl beschleichen, wir wollten den Kanal nicht verlassen. Nach dem gemütlichen Regentag mit Friseurbesuch und Rumfaulenzen, verlängerten wir unseren Aufenthalt in Söderköping um einen weiteren Tag. Zugegebenermaßen war es stark windig, aber wir fällten unsere Entscheidung noch einen Tag zu bleiben verdächtig schnell. Wir nutzten den Tag um mal wieder ein Stück entlang des Kanals zu radeln. Die 8 Schleusen aus der Landperspektive. Sonne, frischer Wind, Päuschen in einem lauschigen Café … was will man mehr.
Aber heute sollte es dann tatsächlich losgehen. Unsere letzte Fahrt auf dem Götakanal, die letzten 3 Schleusen … um 13 Uhr wars soweit. Etwas wehmütig genossen wir die letzten Kilometer und fuhren in die letzte Schleuse bei Mem ein. In der Schleuse hieß es die Servicekarten und das an der Reling befestigte Fahrtticket abzugeben. Mit den Worten der Schleusenwärterin: „oh what a nice boat, so nice. It‘s the nicest boat I‘ve seen the whole season“, verbunden mit einer Streicheleinheit über die Bordreling, wurden wir in die Ostsee entlassen (Titelbild: die letzte Schleuse schliest sich nach uns). Die Stimmung war gerettet. 9 Wochen sind wir auf dem 270 km langen blauen Band von Göteborg bis Mem durch Schweden geschippert. Davon 5 Wochen auf dem 190 km langen Götakanal, 64 Schleusen und unzählige Brücken. So abwechselungsreich die Gewässer. Der Kanal, die Seen, die Buchten … Wir haben es sehr, sehr genossen. Jetzt warten die Schären der schwedischen Ostküste auf uns. Es geht gen Süden. Wir freuen uns auf wieder ganz neue Eindrücke.
die Saison neigt sich dem Ende entgegen – keiner im Hafen
nochmal im Dorf

Kunst am Kanal
Brückencafé 8 Schleusen höher (30m)
Abfahrt von Söderköping
letzte Schleuse und raus in die Schären
Stegeborg
unterwegs
Abendstimmung in Langnöströmmen